Gottfried Schatz Forschungszentrum | Zellbiologie, Histologie und Embryologie

Medizinische Universität Graz

Paracrine effect of placental mesenchymal stem cells on the function of endothelial cells

Mesenchymale Stammzellen der Plazenta (PMSC) spielen eine große Rolle in der Stammzellforschung: Sie sind fetale Zellen, die routinemäßig in großer Menge isoliert werden. Sie bilden keine Tumore in vivo und weisen eine niedrige Immunogenität auf, was das Risiko von Entzündungen und Abstoßungsreaktionen minimiert. MSC werden derzeit in mehr als 100 klinischen Studien im Rahmen von Zelltherapien getestet. Ihr therapeutischer Nutzen wird auch der Sekretion von Zytokinen zugeschrieben und es konnte gezeigt werden, dass MSC aus dem Knochenmark und dem Fettgewebe Faktoren sezernieren, die die Proliferation und Migration von Endothelzellen sowie die Bildung von Blutgefäßen anregen. In Vorversuchen konnten wir mit Matrigel-Versuchen bestätigen, dass Endothelzellen bei Kultur in PMSC-konditioniertem Medium stabilere Netzwerke bilden (Abb. 1). So blieben endotheliale Netzwerke unter dem Einfluss von PMSC-konditioniertem Medium 72h stabil, während endotheliale Netzwerke im nicht-konditioniertem Kontrollmedium bereits nach 24h Degenerationserscheinungen aufwiesen. Weiters konnte durch Messung der mitochondrialen Aktivität (WST-1 Assay) gezeigt werden, dass PMSC-konditioniertes Medium die Vitalität der Endothelzellen erhöht. Dieser positive Effekt konnte mit Hilfe eines Zytotoxitiätsassays (LDH Assay) bestätigt werden. Im derzeitigen Projekt wird die Konzentration von relevanten angiogenen Faktoren im PMSC-konditioniertem Medium mit Hilfe von Human Angiogenesis Antibody Array und Elisas untersucht.

Projektdauer

2011

Fördergeber

Franz-Lanyar-Stiftung, Graz, Österreich

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