Gottfried Schatz Forschungszentrum | Zellbiologie, Histologie und Embryologie

Medizinische Universität Graz

Untersuchung von ernährungsabhängigen reproduktionsphysiologischen Prozessen der Spezies Rupicapra rupicapra (Tiermodell)

  Hauptmotivation zu dieser Arbeit ist der rückläufige Gamswildbestand im gesamten Ostalpenraum. Wurden in Österreich Anfang der 1990er Jahre über 29.000 Gams erlegt, waren es 2010 rund 20.000. Das ist ein Rückgang von über 30 %  in knapp 20 Jahren. Als Beispiel sei erwähnt, dass das Gamswildvorkommen südlich der Mur-Mürz-Furche und die Gamswildstrecke gleich geblieben sind, teilweise hat sie in dem oben erwähnten Zeitraum sogar leicht zugenommen. Gaisen setzen in klimatisch begünstigten Regionen südlich der Mur-Mürz-Furche mit drei Jahren, selten vermutlich auch schon zweijährig. Im nördlichen Landesteil nimmt man ein Setzalter beim Setzen des ersten Kitzes von ungefähr vier Jahren an. Da die Abschusszeit auf August bis Dezember beschränkt ist, werden sich die Sammlungen über mehrere Jahre erstrecken.  Innerhalb kürzester Zeit sollen die Ovarien in Fixierlösung eingelegt werden. Danach werden die Proben eingesammelt, makroskopisch beschrieben, vermessen und gewogen. Aufgrund histologischer Untersuchungen, soll es möglich sein, nach der Beschaffenheit des Gelbkörpers „Corpus luteum“ eine erfolgte Ovulation nachweisen zu können. Bestimmt bedarf es den Zusammenhalt von Jägerschaft, Wildbiologen und Naturliebhabern, um diese faszinierenden Wildtiere in ihrem Bestand nicht weiter sinken zu lassen.

Projektdauer

laufend

Fördergeber

Steirische Jägerschaft

Dissertationsbetreuer

  • Dohr Gottfried, o.Univ.-Prof. Dr.med.univ.
  • Hutter Heinz, ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.nat.
  • Deutz Armin, Univ.-Doz. Dr., Verterinärmedizinische Universität Wien

 

 

  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT